Donald Trump ist der passende Präsident für diese Zeit … hoppala …

von Emil Schmidt

Was soll das denn? fragen Sie sich vielleicht.
Was ist mein Motiv, wenn ich sage, dass dieser Kandidat für die US-Präsidentschaft in dieser Zeit der Geeignete ist?

Zuerst:
Donald Trump lebt direkt und unmissverständlich seine Aspekte aus wie etwa:
»Ich setze alles daran, dich zu besiegen und als Gewinner aus dem Ganzen hervorzugehen!«
»Wenn du genau das machst, was ich will, bekommst du alles von mir. Wenn du das nicht tust, werde ich dich vernichten!«
»Ich bin der Größte und kann mit jedem und allem machen, was ich will!«
Donald Trump sagt das auch noch in verdichteter Form und ohne kulturellen Filter, was die meisten von uns vermutlich nicht öffentlich äußern würden wie etwa: »Dich mag ich nicht, dich will ich nicht hier haben, du gehörst nicht dazu. Deshalb bekommst du eins auf die Rübe!«

Dann:
Er weist mich auf die unangenehmen menschlichen Anteile von Missachtung, Beherrschung durch Machtausübung, Verurteilung und Übergriffen in mir selbst als Potenziale hin.
Ich bin nicht derjenige, der zu allen lieb, nett und freundlich ist. Ich möchte mir selbst treu bleiben, den Respekt vor den Anderen bewahren und zugleich dasjenige, was für mich nicht stimmt auch nicht akzeptieren. Ich setze also Zeichen wie etwa: »Nein, so nicht!« Wenn ich die übersehe oder unterdrücke, dann kann es flugs gehen mit dem gedanklich-emotionalen Karussell: Der Nachbar / die Kollegin / wegen damals …. der komische Kunde / die unangenehme Ausländerin… Schon füllt sich die eine oder andere Box und ich sehe bei Donald Trump seine ausgelebten Anteile eben als Potenziale in mir widergespiegelt.

Nun kann ich wählen, denn:
Verurteile ich Donald Trump, dann verurteile ich mich selbst. Denn ich kenne ja, wenn auch vielleicht in abgemilderter Form - ich nehme jetzt mal an, ich bin da nicht der einzige - diese Gedanken und entsprechenden Emotionen. Dann ist Donald Trump für meine Empfindungen der Spiegel und das ist nicht immer angenehm, weil es auch ein Blick in meine eigene Schattenwelt ist.

Meine Frage:
Ist Donald Trumps eine Haltung, die mir selbst gut tut und mich glücklich macht? Manchmal macht es gleich »Klack« und manchmal dauert es länger und ist ein Prozess, bis meine Entscheidung, die im Kopf doch so klar scheint, sich auch in meinem Verhalten zeigt.
Donald Trump Ist für mich kein Mensch, den ich bekämpfen möchte. Sonst mache ich meinen eigenen Schatten nur noch mächtiger. Er ist für mich ein Helfer, auf die eigenen unangenehmen Potenziale ein Licht zu werfen: »Ja so ist es, ich bin nicht besser oder schlechter als Donald Trump. Ich verurteile mich nicht. Ich wähle einen anderen Weg.

Schließlich:
Für mich ist dieser Mann eine ganz wichtige Person in dieser besonderen Zeit, die eigentlich überhaupt nichts Neues ist, weil es all die Bewegungen von Missachtung, Hass und Unterdrückung in der Menschheit schon immer gegeben hat. Und doch ist es etwas Neues, weil alles in konzentrierter Form an die Oberfläche kommt, jeder kann es sehen und beginnen, bei sich selbst aufzulösen.
Damit bietet Donald Trump als eben die »passende Person« mir und uns eine besondere Möglichkeit: Was möchte ich, was möchten wir eigentlich für ein Leben, jenseits der Polarität von »Kampf dafür« oder »Kampf dagegen«?

Zum Schluss:
»Stell dir vor, da ist Krieg und keiner geht hin!« Die Energie dieses Satzes, verstanden als Krieg im Außen und im Inneren, schwingt erneut in mir. Werde ich das in diesem Leben erleben? Vermutlich nein im Außen, zuversichtlich einiges im Inneren. Lohnt es? Unbedingt, denn wer sollte sonst weitermachen außer ich bei mir selbst!
In diesem Sinne finde ich Donald Trump als Wegweiser »toll«.

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Kommentar von Hermine |

Exakt! Danke, Emil. Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt, wozu ist er in diese Rolle gestiegen?
Herzlichen Gruß!
Hermine

Kommentar von Anna Maria Novosad |

Danke Emil, für Deine Darstellung. Exakt so verfolge auch ich es von Anfang an. Irgendwie erinnert mich Donald Trump an Archetypen der sich jetzt für die ganze Welt öffentlich manifestiert. Du hast es in dem Abschnitt " Schließlich" beschrieben.
Die Welt ist eine tolle Bühne. Gruß !
Anna Novosad