Nicht das was ist, sondern wie wir mit dem, was ist umgehen, macht unser Leben aus.

von

 

Wie geht es weiter? Wann hört das endlich auf? Gibt‘s eine Veränderung und wenn ja welche? Die da oben, wir da unten. Die Anderen, die Guten und die Schlechten, die Linken und die Rechten … Es wird sich eh nichts ändern usw. und so fort.

Alles menschlich verstehbar und: Es hat sich jetzt schon vieles verändert und erst recht wird sich vieles noch verändern. Nach meiner Empfindung sind wir vielleicht an einer der wichtigsten Wegmarken in der menschlichen Geschichte: Alles liegt auf dem Tisch. Keiner kann mehr sagen, ich habe von nichts gewusst.

Wir können wählen, welchen Weg wir gehen wollen, ich als Einzelner und wir alle zusammen als Menschheit. Es gibt keine Gewissheit und keine Sicherheit, weil es die noch nie gab. Das ist die eigentliche Herausforderung: Gerne gehen wir deshalb zum Alten zurück, weil das Neue zu unbekannt ist und schief gehen kann, wenn wir ES wagen. Was heißt überhaupt schief gehen? Wem geht hier was schief? Warum bin ich überhaupt hier auf dieser Erde? Will ich diese Welt mitgestalten oder mich im »Dagegen sein«, also in der alten Polarität weiterhin aufhalten?

Auch ich habe Ängste. Die sind oft sehr feinsinnig. Wenn ich sie mit meinem Beobachter (der immer bei mir ist, besser gesagt neben mir wandelt) wahrnehme, ist es ein aufregendes Spiel.
Wie vor zwei Wochen: Bei einem meiner Spaziergänge im Wald begegne ich einer Frau (vielleicht 60 Jahre alt), die ich schon öfters auf dem Weg getroffen habe. Sie erzählt, dass sie eine der ersten mit Covid 19 in Bergisch Gladbach gewesen ist. Niemand hat es erkannt, erst ganz zuletzt ist sie auf positiv getestet. Sie hatte sich mit Honigmilch bei gut 40° Fieber und anderen Mittelchen über die Wochen selbst geheilt.
Während sie das berichtete, bekam ich in meinen Atemwegen so ein komisches Gefühl, als hätte ich jetzt auch den Virus. >Aha, so funktioniert die Angst aus der Masse heraus<, sagte mein Beobachter. >Du kannst wählen, wenn du es wahrnimmst. Du kannst immer wählen.<

Letztlich habe ich nicht DIE Angst. Ich habe schon öfters gesagt: Ich bin froh, in dieser Zeit zu leben und mitgestalten zu können. Wie es ausgeht? Keine Ahnung. Das ist das Abenteuer. Zum Alten zurück? Das ist vorbei.
Was für eine außergewöhnliche Zeit, mich selbst noch besser kennen zu lernen!

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