Dankbarkeit

von


Seit vielen Jahren schreibe ich mir in unregelmäßigen Abständen auf, für was ich am Tag dankbar gewesen bin. In meiner augenblicklichen Situation, in der ich mir neue Herausforderungen kreiert habe, mache ich das am Stück für drei Monate. Ich spüre deutlich, wie mir dies die Möglichkeit gibt, Müdigkeit und Lustlosigkeit zwischendurch anzunehmen, hindurchzugehen und weiterzumachen.

Und wie mache ich das mit der Dankbarkeit?
Jeden Tag, bei mir abends, schreibe ich mir auf - also wirklich, ich schreibe und denke nicht nur -  was mich an diesem Tag mit Dankbarkeit erfüllt hat.

Was ich zum Beispiel gestern Abend geschrieben habe, soll hier nun stehen.
Ich bin dankbar für

  • die Klimaanlage im Auto, die doch nicht defekt ist;
  • die kleine Sonnenblume auf dem Balkon, die vor sich hin strahlt;
  • das Weiterschreiben am Kalender 2021, trotz des Gefühls von Erschöpfung heute;
  • das Entdecken, dass mein Anrufbeantworter schon längere Zeit ausgeschaltet war und nun wieder läuft;
  • für das Paket mit den neuen Kalendern 2020, die ich geschrieben habe und die wirklich toll geworden sind;
  • für den Dompfaff, der sich mit seinen prächtigen Farben kurz im Ahorn gezeigt hat;
  • für das wunderbare, einfache, schmackhafte Essen aus Salat, Rührei und Süßkartoffeln;
  • für mich, der ich den missmutigen, halben Tag nicht weg geschoben, sondern hindurch gegangen bin;
  • für Karin, die mich mit Ihrem unwiderstehlichen Lächeln und Lachen mal wieder verzaubert hat;
  • für den orangefarbenen Mond im Dunst am Nachthimmel.

    Mit dankbaren Grüßen
    Emil Schmidt

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Kommentare

Kommentar von Ingrid Maria Linhart |

Lieber Emil,
ich habe auch schon unter Euer Gespräch mit Sylvia und Alexander drunter geschrieben, dass ich jeden Tag vor dem Einschlafen danke, für alles, was war, und für alle Menschen denen ich begegnete, online und offline. Ich bitte dann auch um den Segen Gottes für sie alle.

Habe aber auch Heilmeditationen

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