Uups, Weihnachten!

von

gute entscheidung weihnachten

Tja, wenn Sie augenblicklich nur noch genervt sind von dem Weihnachtsrummel, der jedes Jahr immer früher zu beginnen scheint? Wenn Sie überhaupt keine Lust haben auf »beschauerliche« Adventssonntage? Wenn Sie die Weihnachtstage über nur noch Ruhe haben wollen, niemanden, na ja, fast niemanden, sehen wollen?

Wie wäre es, wenn das alles in Ordnung ist? Bei Weihnachten und insbesondere Advent geht es vom lateinischen Wortsinn her um »advenire«, »ankommen«. Sie kommen auf Ihre persönliche Art an, und zwar nicht irgendwo, sondern bei sich! Das kann Ihnen niemand nehmen, außer Sie selbst!

Mit solch einer inneren Haltung werden Sie auch bei nahen Verwandten, die zum Beispiel schwer krank sind, einen weihnachtlichen Weg finden, ohne sich und dem Anderem aus dem Weg zu gehen - zum Beispiel mit der Bemerkung: »Ich brauche Zeit für mich und wenn ich Dir jetzt nicht viel Zeit gebe, möchte ich Dir auf jeden Fall sagen: Du bist in meinem Herzen, auch zu Weihnachten! Und wer weiß, welche wirklichen Weihnachtswunder dann geschehen ...

Das sind im Lauf der Jahre meine Erfahrungen. Gerne gebe ich noch ein paar mehr davon weiter:

So nebenbei
Wie wäre es mit diesem Weihnachtsgeschenk für Freunde oder Bekannte: »Ich schenke Dir dieses Jahr keine Dinge, sondern ein Ereignis mit mir gemeinsam.« Wie wäre es also damit?

Nicht nur nebenbei
»Wenn ich in dieser Woche die Wohnung nicht auf Vordermann bringe, was wird dann der Besuch kommendes Wochenende dazu sagen?« - Na und? »Wenn ich dieses Mal zu Weihnachten einige Verwandtenbesuche streiche und viel für mich machen möchte, halten mich dann alle für verrückt?« - Na und? »Wenn ich diesmal nicht wie verrückt Weihnachtsplätzchen und Stollen backe, was wird dann meine Familie von mir denken?« - Na und?

In Vorausschau auf den Weihnachtsabend
Haben Sie ein Geschenk bekommen, das Sie überhaupt nicht begeistert hat und das einfach nicht das »richtige« gewesen ist? Vermeiden Sie Floskeln und Heuchelei, das tut Ihnen nicht gut und wird leicht durchschaut. Bedanken Sie sich für das, was bei Ihnen ankommt, nämlich die Freude, dass jemand überhaupt an Sie gedacht hat. Eine Antwortkarte etwa mit den Zeilen: »Ich habe mich sehr gefreut, dass Du an mich gedacht hast« oder, wenn jemand Humor aushalten kann: »Nach diesen Farbkombinationen für den Schal hast Du sicher lange suchen müssen.« kann das augenzwinkerndes Dankeschön sein.

Und überhaupt
Wie viel vom guten Leben können Sie »tragen«? Klingt vielleicht komisch, diese Frage. Doch im Weihnachtsmonat macht sie besonders viel Sinn. Je mehr an gutem Leben Sie annehmen können, desto mehr davon fließt Ihnen zu. Wie viel Sie akzeptieren können, hängt davon ab, ob Sie es sich wert sind, all das zu bekommen. Weihnachten ist es wert, Sie sind es sich wert, nicht nur zu Weihnachten!

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