Selbstermächtigung

von Emil Schmidt

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Seit einiger Zeit bin ich mit einer wunderbaren Übung unterwegs: Ich versuche mich bei jeder noch so kleinen tagtäglichen Handlung zu loben. Ich meine es wörtlich: Bei jeder Handlung, ob nun klein oder groß, ob scheinbar unwesentlich oder wesentlich:

• Ich kann köstlichen Cappuccino und Tee zubereiten;
• Ich fahre toll Auto und Fahrrad;
• Ich liebe;
• Wie gut ich die Treppen laufe;
• Schön, dass mir meine Tätigkeiten so viel Freude machen:
• Die Wolken am Himmel genieße ich;
• Das Mittagsmahl ist mir gut gelungen;
• Ich freue mich über meine Freundlichkeit der Kassiererin gegenüber;
• Uups, der Text ging daneben und ich schreibe einen neuen;
• Ich stehe zu meinem Ärger;
• Wunderbar, ich kann gut wahrnehmen;
• Ich gehe spazieren.
• Ich ...

Ich vergesse diese Übung noch sehr oft. Doch jetzt schon bemerke ich: Bei mindestens 99% meiner Handlungen den Tag über gestalte ich alles wunderbar, alles stimmt zum Wohle von mir und wie nebenbei auch von anderen Menschen. Und ich stelle fest, dass ich immer noch zu oft meinen Fokus auf die 1% richte, wo es nicht klappt wie zum Beispiel mal wieder am Computer (Schmunzel). Ich entziehe mir dadurch selbst die Kraft.


Wie wäre es, den Blick von den 1% auf die 99% zuwenden? Wie wäre es, wenn das die schönste und wirkungsvollste Selbstermächtigung ist? Wie wäre es, wenn das die eigentliche Freude am Leben ist, die sich endlos ausbauen darf auf 99,9%, auf 99,99%, auf 99,999%, auf ....?

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