Schon wieder ein »Bester Fehler« des Monats

von Emil Schmidt

Das war sofort klar: Dieses Seminar kann mir für einen nächsten Schritt in meiner persönlichen Entwicklung dienlich sein. Das kenne ich, diese Impulse: Sie sind an keine Gedanken und Gefühle gebunden, sondern eine Art wertneutrale, innere Gewissheit.

Kurzer Check mit meiner Agenda: Das passt ja wunderbar, genau diese Tage sind noch frei und nicht zu nah an einer größeren Auslandsreise. Anmelden tue ich mich jedoch nicht gleich, verspüre auch keinen Impuls in diese Richtung.

An einem der kommenden Tage ist jedoch auch das wieder klar: Morgen meldest du dich an, denn sonst klappt es nicht, weil die Veranstaltung vielleicht zu voll ist oder wegen Mangel an Teilnehmern gar nicht stattfindet. Wer weiß.

Doch was mache ich am nächsten Tag? Ich warte bis zum Folgetag, rufe bei der Leiterin des Seminars an und siehe da: Sie hat gestern (an meinem »Impulstag« für die Anmeldung) das Seminar wegen Mangel an Teilnehmern storniert. Es hat ein Teilnehmer gefehlt … Wer das wohl gewesen ist …

Und das geschieht mir, der andere Menschen zu dieser inneren Gewissheit trainiert und dazu auch noch im Jahr 2012 ein Buch mit meinen praktischen Erfahrungen geschrieben hat: http://bit.ly/ebook_innere-stimme.

Ich lerne nicht aus und das ist gut so. Wie sonst sollte ich mit gutem Empfinden andere Menschen begleiten, wenn ich nicht immer wieder selbst erlebe, wie es sich mit dem »Daneben treten« anfühlt und wie es dann stimmig weitergehen kann.

Wie geht es bei mir nach dieser Wahl, meinem inneren Impuls nicht zu folgen, weiter? Meine Erfahrung sagt mir, das hat alles einen Sinn und den brauche ich erst mal überhaupt nicht verstehen. Ich fokussiere mich auf meinen eigenen, reich gefüllten »Werkzeugkasten« und bin wach dabei, wohin mich das nun führen wird.

Mittlerweile bin ich sogar ein wenig froh über diese Enttäuschung als »Täuschung meiner selbst«. Solange ich in diesem Körper bin, bin ich nie »fertig«. Das schützt mich vor Überheblichkeit und stärkt mich zugleich. Paradox? Ja, für den Verstand vielleicht, für meine innere Gewissheit nicht.

 

Herzlich
Emil Schmidt

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Kommentar von Marianne Pol |

Lieber Emil,
Das ist ja herzerfrischend!!!
Gruß aus Kerpen
Marianne